Gleichzeitig umarmen und loslassen

Vergangene Woche haben wir den 13. Geburtstag meines Sohnes gefeiert. Mein jüngstes Kind ist jetzt ganz offiziell ein Teenager. Und für mein Herz bedeutet das ein Schritt weiter zurück. Meinem Kind noch mehr Freiraum geben. Noch mehr Loslassen. Ein wenig mehr in den Hintergrund weichen, damit mein Kind sein Licht, sein Leuchten finden kann. Muttersein verändert sich. Das Herz bleibt groß und liebt innig, aber meine Liebe erfordert andere, neue Wege sich zu zeigen. Kein Schuhe binden. Keine Klamotten rauslegen. Keine Gute-Nacht-Geschichte. Stattdessen Videospiele verstehen lernen. Über die Teenagerwitze lachen lernen. Mit einem Lächeln umarmen. Ein wenig mehr Distanz bei gleich viel Liebe. Das ist nicht immer einfach und macht mir bewusst: Da gibt es Grenzen, die wichtig sind. Mein Muttersein ist biegsam und formbar und ist herausgefordert Räume zu schaffen, in denen mein Kind wachsen und reifen kann. Wann erstickt meine Liebe? Und wann gibt sie genau den richtigen Rahmen für Entwicklung? Traditionen bleiben. Die Kerzen werden noch immer auf dem Kuchen angezündet. Und es gibt Geschenke. Natürlich. Aber es ist anders. Es ist neu – für mich. Ich lerne, wie ich meinen kleinen, großen Sohn in den nächsten Jahren lieben und unterstützen kann. Mit weit offenen Armen. Jederzeit bereit zu umarmen und jederzeit bereit loszulassen. Eine Spannung, die mein Herz noch größer macht. Eine Spannung, die meine Hingabe an meine Familie nur noch intensiviert. Ich bin bereit, mein Kind! Was du auch brauchst. Ich will es dir geben.

Next
Next

Eine neue Generation!