Wie Leid zu einem Schatz wird
Heute ist Karfreitag und wir denken an den Tod Jesu.
Während eines Podcast-Interviews vergangene Woche haben wir über den Preis der Nachfolge gesprochen und darüber, dass wir durch Leid Gehorsam lernen – so wie auch Jesus Gehorsam lernen musste (Hebräer 5,8).
Dieser Gedanke ging so tief und klingt in mir nach.
Wie schnell will ich mich aus schwierigen und schmerzhaften Situationen befreien.
Wie schnell erhebe ich gegenüber Gott anklagend meine Stimme, wenn nicht alles so läuft, wie ich es gerne hätte.
Wie schnell gehe ich meine eigenen Wege, um es mir so leicht wie möglich zu machen.
Dabei ist Leid ein Schatz!
Durch Leid können wir den Trost Gottes empfangen (2. Korinther 1,3–4).
Durch Leid erleben wir innige Gemeinschaft mit Jesus (1. Petrus 4,13).
Und durch Leid reifen und wachsen wir auf geistlicher Ebene (Jakobus 1,2–4).
Ich ermutige dich, dass du heute an Karfreitag, an dem wir an das Leiden Jesu denken, die Bereiche in deinem Leben ganz neu annimmst, in denen du Leid erfährst.
Nicht, um zu kapitulieren, sondern um in ein Überwinder-Mindset hineinzukommen.
Jeder Schmerz, in den ich Jesus einlade, wird zu einem Segen – für mich und für andere.
Jeder Schmerz, der durch Jesus Sinn bekommt, wird zu einem Sprungbrett in eine neue geistliche Ebene.
Jeder Schmerz, der mich nicht in die Verzweiflung treibt, sondern in die Arme Jesu, wird zu einer heilsamen Begegnung, die mich aus der Stagnation herausholt.
Jesus hat es uns vorgemacht: Leid ist nicht das Ende.
Leid anzunehmen ist ein Ausdruck von Gehorsam und Liebe zu unserem himmlischen Vater.
Leid gemeinsam mit Jesus zu durchleben, ist ein geistlicher Triumph über den Feind, der uns durch Leid zerstören möchte.
Unsere größte Verletzlichkeit wird zu unserer größten Stärke.
Das ist ein Geheimnis, das wir besonders an Karfreitag weiter erforschen können.
Dafür wünsche ich dir heute (und an jedem anderen Tag auch) viel Segen!